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Lüthi hat die Titelschlacht nicht in ­Malaysia verloren
Moto2-WM19 mit Tom Lüthi:

Beim Motorrad-Grand-Prix von Malaysia setzte Thomas Lüthi seine Erfolgsserie in der Moto2--Klasse mit Platz drei fort. Nach Japan (2. Rang) und Australien (3.) stand der Emmentaler in Sepang zum dritten Mal in Serie auf dem Podest, zum siebten Mal in der laufenden Saison. Trotz des Höhenflugs hat Lüthi aber am übernächsten Wochenende beim WM-Finale in Valencia (Sp) keine Chance mehr auf den Titel. Diesen hat sich in der zweithöchsten Kategorie der Töff-WM Alex Marquez (Sp) gesichert, der den Malaysia-GP hinter dem nunmehr vierfachen Saisonsieger Brad Binder (RSA) auf Platz 2 beendete.

Der jüngere Bruder von Töff--Superstar Marc Marquez ist somit nach seinem Titelgewinn 2014 in der Moto3-Klasse Doppelweltmeister. Lüthi ist im WM-Zwischenklassement zwar hinter Binder auf Platz drei zurückgefallen, die beiden Anwärter auf die Vizeweltmeisterschaft trennen jedoch nur vier Punkte. Der verpassten Titelchance trauerte Thomas Lüthi nur kurz nach: «Schön, dass ich es in Sepang auf das Podium geschafft habe. Aber es ist schade, dass ich die WM nicht noch länger offen halten konnte. Ich habe aber nicht erst heute den Titelkampf verloren. Ab dem vierten, fünften Rennen hatte ich eine schwierige Zeit. Ich habe viele Punkte verloren – und Alex hat währenddessen sehr viele geholt.» Von Mitte Mai bis Anfang August gewann Marquez fünf von sechs Rennen und legte damit den Grundstein zum Titelgewinn in diesem Jahr. «Glückwunsch an Alex!», sagte deshalb der faire Sportsmann Lüthi. Der wiederum bekam Lob vom spanischen Konkurrenten: «Die Rennen vor dem Malaysia-GP waren schwierig, ich hatte echt zu kämpfen, schaffte es nicht auf das Podium und verlor Punkte. Hier in Sepang war es auch hart, Lüthi hat mich ziemlich gefordert, aber diesmal blieb ich ruhig und erbrachte meine Leistung.»

 

Der GP-Report von Sepang (Mal)

Das Klassement des Moto2-Rennens:

1. Brad Binder (RSA), KTM, 18 Runden in 38:07,843 Minuten (= 156,9 km/h; 25 WM-Punkte). 2. Alex Marquez (Sp), Kalex, 0,758 Sekunden zurück (20 WM-Punkte). 3. Thomas Lüthi (Sz), Kalex, 2,683 (16). 4. Xavi Vierge (Sp), Kalex, 6,646 (13). 5. Jorge Navarro (Sp), Speed Up, 7,114 (11). 6. Iker Lecuona (Sp), KTM, 8,582 (10). 7. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 9,232 (9). 8. Tetsuta Nagashima (Jap), Kalex, 10,180 (8). 9. Marcel Schrötter (De), Kalex, 10,807 (7). 10. Luca Marini (It), Kalex, 14,585 (6). 11. Augusto Fernandez (Sp), Kalex, 16,521 (5). 12. Nicolo Bulega (It), Kalex, 22,333 (4). 13. Mattia Pasini (It), Kalex, 23,326 (3). 14. Remy Gardner (Aus), Kalex, 23,810 (2). 15. Dominique Aegerter (Sz), MV Agusta, 24,002 (1). Ferner: 20. Jesko Raffin (Sz), NTS, 37,044. – 32 Fahrer gestartet, 24 klassiert. – Schnellste Runde: Marquez, 2. Runde in 2:05,860 Minuten (= 158,5 km/h; Rekord).

 

Qualifikation (= Startaufstellung) – Q2:

1 Marquez, 5,543 km oder 1 Runde in 2:05,244 Minuten (= 159,3 km/h). 2 Nagashima, 0,151 Sekunden zurück. 3 Binder 0,315. 4 Vierge 0,451. 5 Lüthi 0,470. 6 Jorge Martin (Sp), KTM, 0,487. 7 Sam Lowes (Gb), Kalex, 0,491. 8 Schrötter 0,548. 9 Gardner 0,644. 10 Marini 0,694. Ferner: 16 Raffin 1,064. Q1: 24 Aegerter 0,613 (auf Q1-Sieger Fernandez). – In der Moto2 ist die Qualifikation zweigeteilt. An Q2 nehmen die 18 besten Fahrer der drei ersten freien Trainings teil plus die vier Schnellsten von Q1, welches zuvor vom Rest des Feldes gefahren wird.

 

WM-Zwischenklassement (nach 18 von 19 Rennen): 1. Marquez, 262 Punkte (5 Saisonsiege / Weltmeister). 2. Binder 234 (4). 3. Lüthi 230 (1). 4. Navarro 210. 5. Fernandez 197 (3). 6. Marini 182 (2). 7. Baldassarri 171 (3). 8. Schrötter 137. 9. Fabio di Giannantonio (It), Speed Up, 101. 10. Enea Bastianini (It), Kalex, 95. Ferner: 23. Aegerter 15. 26. Raffin 6.

 

Nächster und letzter GP: 17.11., Valencia (Sp).


07.11.2019 :: Werner J. Haller
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