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«Mehr aus dem Geld herausholen»
«Mehr aus dem Geld herausholen» Langnau:

Die SCL Tigers zählen zu den wenigen Hockeyclubs der höchsten Liga mit ausgeglichenen Rechnungen. Sparen wird auch künftig nötig sein, weil grosse Sponsoren rar sind.

Peter Jakob, die SCL Tigers schafften letzte Saison den Sprung in die Playoffs und das Stadion war oft aus-verkauft. Dennoch resultierte «nur» ein Gewinn von 7800 Franken.

Wir konnten letzte Saison zwar mehr einnehmen, hatten aber auch höhere Ausgaben. Deswegen schaute am Schluss kein grösserer Gewinn heraus. Insgesamt werte ich es als Erfolg, dass die SCL Tigers nicht Jahr für Jahr einen Verlust einfahren, wie dies bei anderen Klubs der Fall ist. 

 

Ein Hauptsponsor zog sich zurück,
die Polizeikosten werden um rund 150’000 Franken steigen. Wie wollen Sie das schaffen? 

Einen neuen Hauptsponsor konnten wir leider nicht finden. Wir konnten lokale Unternehmen überzeugen, ihr Engagement bei den SCL Tigers auszuweiten. So schafften wir einen Teil der wegfallenden Sponsoring-Gelder zu kompensieren. Zuversichtlich stimmt mich, dass wieder über 4400 Abos verkauft werden konnten. 

 

Mehr Spiele verfolgen wird wohl auch Roland Loosli, CEO der Albiro AG -Sumiswald. Er gehört neu dem Verwaltungsrat an. 

Ich freue mich, dass sich Roland Loosli bei den Tigers engagiert. Er ist als Geschäftsführer der Albiro AG und ehemaliger Präsident des Handels- und Industrievereins Emmental bestens vernetzt. Wir hoffen, dass er den einen oder anderen Kontakt herstellen kann. 

 

Den SCL Tigers werden schweizweit Sympathien entgegengebracht und der Klub wird transparent geführt. Das sollte doch attraktiv für neue Sponsoren sein?  

National tätige Unternehmen konzentrieren sich offensichtlich vor allem auf Städte. Allerdings konnten wir in den letzten Jahren in anderen Bereichen einiges optimieren. Beispielsweise wuchs dank der moderneren Infrastruktur die Gastronomie: Pro Saison werden mehr als 30’000 Würste verspeist und gut 60’000 Liter Bier getrunken. 

 

Die SCL Tigers AG verbuchte letzte Saison den Umsatz von 12,8 Millionen Franken. Im Vergleich zu anderen Klubs ist das aber wenig: Der EHC Biel beispielsweise hat ein Budget von 17,2 Millionen. Wie können die SCL Tigers da mithalten? 

Wir werden an der Maxime festhalten: Nur so viel ausgeben wie wir auch einnehmen. Das bedeutet auch, dass wir in Langnau mehr aus dem zur Verfügung stehenden Geld herausholen müssen als andernorts. Die erste Mannschaft hat ja letzte Saison gezeigt, dass mit einem kleinen Budget auch ein grosser sportlicher Erfolg möglich ist.

 

Weiterer Artikel zu den SCL Tigers: Siehe Frontseite.

2018/19: Schwarze Null

Die SCL Tigers AG verbuchte 2018/19 Einnahmen von 12,8 Millionen Franken, was einer Zunahme von rund einer Million gegenüber der Vorsaison entspricht. Ausgabenseitig ist der Personal- und Sozialaufwand mit 9,8 Millionen der klar grösste Posten. Weil dieser knapp 900’000 Franken höher ausfiel und die weiteren Ausgaben in etwa gleich blieben, resultiert in der Rechnung 2018/19 wieder ein kleiner Gewinn. In der Bilanz fällt auf, dass das Unternehmen über ein Eigenkapital von rund 2,4 Millionen verfügt.

Marco Bayer zu den Neuen:

Sebastian Schilt: «Bringt Härte rein und geht furchtlos in Zweikämpfe.» 

Robbie Earl: «Hat Potenzial als Führungsspieler, er ist eine Leaderfigur für die Jungen.» 

Julian Schmutz: «Ist im positiven Sinn ein giftiger ‹Sauhund›, die Fans können sich auf ihn freuen.» 

Ben Maxwell: «Ist ein solider Zweiwegstürmer und stark bei den Bullys.»

Loïc In-Albon: «Ist ein junger Spieler mit Potenzial. Er muss sich entwickeln und wir geben ihm die Chance für den nächsten Schritt.» 

Tim Grossniklaus: «Ist ein ungeschliffener Diamant und hat viel Wasserverdrängung.» 

Alain Bircher: «Betrachten wir als Projekt; wir geben ihm eine Chance in der NLA.» 

Toms Andersons: «Ist lettischer Nationalspieler und wird von uns die Möglichkeit erhalten, sich in der dritten oder vierten Linie zu etablieren.» 

Jules Sturny: «Hat letzte Saison in Visp über 30 Punkte erzielt. Er hat viel Potenzial, ist zielorientiert, frech und mutig.»

12.09.2019 :: Bruno Zürcher
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