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Nach vierwöchiger Sommerpause wurde Lüthi «ausgebremst»
Moto2-WM19 mit Tom Lüthi:

Wir kennen es: Nach rund einem Monat Sommerpause findet jeder nachvollziehbar etwas schwierig in die Gänge, wenn er zurück am Arbeitsplatz ist. Thomas Lüthi hingegen legte sich beim Grand Prix von Tschechien erstmal hin. Die zweite Saisonhälfte der Motorrad-WM war in der Klasse Moto2 noch keine vier Runden alt, da stürzte der Emmentaler: «Ich hatte einen perfekten Start. Später habe ich gemerkt, dass ich Probleme auf der Bremse hatte. Diese Schwierigkeiten haben wir in den Trainings so nicht fest-gestellt, aber im Rennen, wo alle dicht aufeinander sind, da hat es sich richtig bemerkbar gemacht. Ich musste immer mehr riskieren und dann ist mir das Vorderrad in Kurve fünf eingeklappt.» 

Für Lüthi war es nach dem Argentinien-GP Ende März zwar erst der zweite Nuller in der laufenden Saison, dafür ein umso schmerzlicher. Vor der Sommerpause oder nach dem Deutschland-GP Anfang Juli hatte der 32-jährige Emmentaler in der Moto2-Gesamtwertung nur acht Punkte Rückstand auf WM-Leader Alex Marquez. Nun, nach dem 10. von 19. Rennen, sind es schon 33 Zähler. Entschieden ist der Titelkampf deswegen noch nicht. Denn Marquez ist dieses Jahr schon bei zwei Rennen, in Jerez (Sp) und in Assen (Ho), leer aus-gegangen. Aber der Spanier und jüngere Bruder von Motorrad--Superstar Marc Marquez, hat seine bisher fünf Saisonsiege eben auch während der letzten sechs Rennen gefeiert. Das ist eine sehr stolze Bilanz, nicht nur im Vergleich mit Konkurrent Lüthi, der als erster Verfolger des Spaniers erst den Sieg beim USA-GP Mitte April in der Tasche hat. 

Für Lüthi ist noch nichts verloren, aber: «Die Saison ist noch lang. Jetzt geht es nach Spielberg, wo der Fokus vor allem auf
der Bremse liegt, daher müssen wir die Probleme da schnellst-möglich in den Griff bekommen.»

Der GP-Report von Brünn (Tsch)

• Das Klassement des Moto2-Rennens: 

1. Alex Marquez (Sp), Kalex, 19 Runden in 38:49,768 Minuten (= 158,6 km/h; 25 WM-Punkte). 2. Fabio di Giannantonio (It), Speed Up, 3,018 Sekunden zurück (20 WM-Punkte). 3. Enea Bastianini (It), Kalex, 4,158 )16). 4. Jorge Navarro (Sp), Speed Up, 4,290 (13). 5. Luca Marini (It), Kalex, 7,031 (11). 6. Marcel Schrötter (De), Kalex, 8,847 (10). 7. Nicolo Bulega (It), Kalex, 8,937 (9). 8. Augusto Fernandez (Sp), Kalex, 11,900 (8). 9. Tetsuta Nagashima (Jap), Kalex, 12,896 (7). 10. Iker Lecuona (Sp), KTM, 19,079 (6). 11. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 20,248 (5). 12. Marco Bezzecchi (It), KTM, 21,424 (4). 13. Jorge Martin (Sp), KTM, 23,119 (3). 14. Andrea Locatelli (It), Kalex, 25,850 (2). 15. Somkiat Chantra (Thai), Kalex, 26,240 (1). Ferner: 21. Dominique Aegerter (Sz), MV Agusta, 35,865. – Ausgeschieden: u.a. Thomas Lüthi (Sz), Kalex (Sturz/4. Runde). – 30 Fahrer gestartet, 25 klassiert. – Schnellste Runde: Marquez, 2. Runde in 2:01,463 Minuten (= 160,1 km/h; Rekord).

 

• Qualifikation (= Startaufstellung), Q2: 

1 Marquez, 5,403 km oder 1 Runde in 2:06,787 (= 153,4 km/h). 2 Sam Lowes (Gb), Kalex, 2,018 Sekunden zurück. 3 Baldassarri 3,979. 4 Bulega 4,590. 5 Di Giannantonio 5,266. 6 Bezzecchi 5,486. 7 Schrötter 5,637. 8 Bo Bendsneyder (Ho), NTS, 6,053. 9 Jake Dixon (Gb), KTM, 6,334. 10 Fernandez 6,644. Ferner: 12 Lüthi 6,696. – Q1: 19 Aegerter 4,734 (auf Q1-Sieger Remy Gardner/Aus, Kalex). In der Moto2 ist die Qualifikation zweigeteilt. An Q2 nehmen die 18 besten Fahrer der drei ersten freien Trainings teil plus die vier Schnellsten von Q1, welches zuvor vom Rest des Feldes gefahren wird.  

 

• WM-Zwischenklassement (10/19 Rennen:)

1. Marquez, 161 Punkte (5 Saisonsiege). 2. Lüthi 128 (1). 3. Fernandez 110 (1). 4. Navarro 110. 5. Schrötter 107. 6. Baldassarri 102 (3). 7. Marini 101. 8. Brad Binder (RSA), KTM, 84. 9. Bastianini 74. 10. Di Giannantonio 57. Ferner: 20. Aegerter 12. 30. Jesko Raffin (Sz).

 

• Nächster GP: am 11. August in Spielberg (Ö).



08.08.2019 :: Werner J. Haller
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