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Neues altes Gesicht an der Seitenlinie
Neues altes Gesicht an der Seitenlinie Fussball, 2. Liga interregional:

Mit neuem, aber nicht etwa unbekanntem -Trainer startet der Fussballclub Konolfingen in -seine sechste Spielzeit als Teil der fünfthöchsten Schweizer Liga.

Die 85 Mannschaften der interregionalen Zweitliga nehmen am kommenden Wochenende nach fast zweimonatiger Sommerpause den Spielbetrieb wieder auf. Zum Saisonauftakt gastiert der FC Konolfingen am Samstag beim Sportclub Dornach. Die Emmentaler haben sich seit ihrem Aufstieg 2014 erfolgreich im Oberhaus etabliert und dabei stetig gesteigert. Mit dem vierten Rang erreichten sie letzte Saison ihre vorläufig beste Klassierung.

Neu wird die Fanionequipe des FCK von Marcel Joss gecoacht. Der 53-Jährige hat das Zepter von Hanspeter Kilchenmann übernommen. Für Joss ist es eine Art Rückkehr. Von 2012 bis 2016 hat er dem damaligen Konolfingen-Trainer Roland Neuhaus assistiert. Nebst dem Wechsel auf der Trainerposition hat es auch einige Kadermutationen gegeben. Der langjährige Torgarant, Marco Schneider, hat seine aktive Laufbahn per Ende letzter Saison beendet. Des Weiteren haben Loris Vernocchi, Thomas Moser und Kevin Hofer den Verein verlassen.

 


Marcel Joss, was zeichnet für Sie einen guten Trainer aus?

Der Umgang mit den Jungs finde ich sehr wichtig. Zu wissen, wie man sie anpacken muss und dies auf respektvolle und motivierende Art und Weise. Klar kann eine gewisse Eigenmotiva-tion erwartet werden, doch es gibt stets bessere und schlechtere Momente, in denen man dann entsprechend einwirken kann. 

 

Also gar nicht unbedingt die taktischen Inputs?

Natürlich gehört dies auch dazu, aber für mich ist der Umgang mit den Spielern noch höher einzustufen. Wenn dieser stimmt, hilft es dir als Trainer auch bei allen anderen Themen. 

 

Was waren Ihre bisherigen Stationen als Trainer?

Ganz zu Beginn trainierte ich Bolligen, danach die 2. Mannschaft von Münsingen, dann die U-15- und U-16-Auswahl des FC Thun, YB’s U-14-Equipe und schliesslich war ich bereits vier Jahre bei Konolfingen als Assistenztrainer von Roland Neuhaus tätig, bevor ich eine dreijährige Pause einlegte.

 

Damit ist ein gewisser Bezug zur Mannschaft bereits vorhanden, was sicherlich hilfreich ist.

Es hilft auf alle Fälle, wenn man schon weiss, wie die Spieler ticken. Ich führte zuerst mit jedem ein persön-liches Gespräch, wollte die Wünsche und Vorstellungen kennenlernen. Wenn du in diesen Gesprächen schon etwas spezifischer auf den Menschen eingehen kannst, erleichtert es die Herangehensweise. 

 

Hanspeter Kilchenmann, Ihr Vorgänger, erreichte mit dem FCK beachtliche Erfolge. Spürt man da einen gewissen Erwartungsdruck, die grossen Fuss-stapfen zu füllen?

Nein. Das Ziel muss sein, in der interregionalen 2. Liga zu bleiben. Um an der Tabellenspitze mitmischen zu wollen, braucht es viel spielerische Klasse und möglichst wenig Verletzte, da hängen viele Faktoren zusammen.

Nichts mit dem Abstieg zu tun haben bleibt also auch nach dem starken vierten Rang in der Vorsaison erste Priorität?

So ist es. Wir hatten vier gewichtige Abgänge, darunter der langjährige Goalgetter Marco Schneider. Diese wurden vorwiegend mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs ersetzt. Die sollen sukzessive ins Team integriert werden, ein gewisser Umbruch ist also im Gange.

 

Wie sieht eure Saisonvorbereitung konkret aus? Hat sich unter Ihrer Leitung etwas verändert?

Ich orientiere mich nicht an meinem Vorgänger, habe auch nie ein Training von Hanspeter besucht. Ich möchte meine eigene Philosophie entwickeln. Wir trainieren viermal pro Woche und absolvieren daneben einige Trainingspartien. Im Moment habe ich noch keinen Assistenztrainer, dafür übernehmen Führungsspieler gewisse Aufgaben im Trainingsbetrieb.

 

Wie nah dran ist ein 2.-Liga-Trainer an der Mannschaft? Beschränkt sich die Beziehung auf die Trainingseinheiten?

Wir haben in Konolfingen einen super Teamgeist, das ist vielleicht unsere grösste Stärke. Durch meine frühere Assistenzanstellung bin ich der Mannschaft recht nahe, wenn man nach dem Training also noch irgendwo zusammensitzt, bin ich oft dabei. Freilich gibt es aber auch Anlässe, die ich den Spielern gerne selber überlasse (lacht). Aber die Kommunikation stimmt, ich erfahre, wenn irgendwo der Schuh drückt, ohne die «Gwungernase» spielen zu müssen.

 

Gibt es im Hinblick auf die neue -Saison etwas, das Sie beschäftigt oder Ihnen Sorgen bereitet?

Ich wünsche mir, dass die Spieler verletzungsfrei bleiben. Aktuell befinden sich ein paar Jungs in der Aufbauphase, wenn die «Verletzungshexe» weiterhin zuschlagen sollte, wäre unsere Personalsituation langsam aber sicher etwas prekär. 


 

2. Liga interregional, Gr. 3. Kader Saison 2019/20

Aeberhart Lukas, Binkert Fabian, Eberle Fabian, Eicher Christian, Flatz Vinzenz, Freyer Martin, Gilgen Bojan, Grütter Sven, Guggisberg Manuel, Guggisberg Simon, Haas Joel, Hartmann Joël, Joss Mike, Kaiser Dario, Kqiraj Anton, Küenzi Christoph, Munz Patrick, Neuhaus Matthias, Oberli Andrè, Pfister Marco, Röhle Elias, Schmid Daniel, Senn Corsin, Wegmüller Jannic, Werren Andri. Zuzüge: Guggisberg Manuel, Guggisberg Simon, Hartmann Joël, Röhle Elias (alle A-Junioren), Schmid Daniel (FC Ostermundigen). Abgänge: Hofer Kevin (unbekannt), Moser Thomas (SC Burgdorf), Schneider Marco (Rücktritt), Vernocchi Loris (FC Solothurn). Trainer: Marcel Joss, Konolfingen (neu). Klassierungen: 2018/19: 4. Rang, 43 Pkt. 2017/18: 5. Rang, 41 Pkt. 2016/17: 8. Rang, 38 Pkt. 2015/16: 9. Rang, 34 Pkt. 2014/15: 8. Rang, 33 Pkt. Spiel 1: Dornach – Konolfingen (Sa., 10. August, 16.00 Uhr, Sportanlage Gigersloch, Dornach). Spiel 2: Konolfingen – Tavannes (Sa., 17. August, 17.00 Uhr, Sportplatz Inseli, Konolfingen).

 

08.08.2019 :: afs./Yanick Etter
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