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Nidle, Anke, Palme u Söi ufem Bode
Nidle, Anke, Palme u Söi ufem Bode Ört u Näme:

Im letschte «Ört u Näme» hani vo de Ortsnäme mit «Bode» gschribe. Vo dene gits hie umenang ja e ganzi Zilete. I viune Fäu isch e äbeni Steu amene Hang oder imene Taugrund gmeint. 

Me fingt o ganz luschtegi Kombinatione mit däm Wort: «Ankebode» heisst es Bärgheimet ufere äbene Ahöchi zwüsche Kröschebrunne u Wigge. Das het eigentlech die glychi Bedütig wie «Nidlebode» bi Hasli, wo hüt «Biguweid» heisst: Das sy ertragrychi Lage. 

Teu Böde sy o nach bestimmte Pflanze benamset worde: Es guets Byspiu isch hie dr «Bätzibode» im Oberthau, wos viu Öpfuböim het gha, ufem «Adubode», das gits zwüsche Grüene u Sumiswaud, hets viu Adugras. Das isch e Bezeichnig für ds Aupe-rispegras. Chly exotisch tönt de «Palmbode». Das isch e flachi Steu imene Waud ir Gmein Flüehli und dert wachse natürlech nid exoteschi Palme, sondern die hie heimische Stächpaume. 

Wyter gits Tätigkeite, wos eifach e äbeni Steu brucht: Ds Chölere ghört da drzue; amene stotzige Bord chönnt me ja chuum e Cholemeiler ufsteue. Z Bowiu, z Langnou, z Röthebach, z Äschlismatt u im Eggiwiu hets e «Chou-» oder «Cholbode» gä. 

E äbene Platz isch natürlech o gäbig für ds Tanze. «Tanzbode» heisst e Waudliechtig bi Dürreroth u dert isch, wo d Obrigkeit ds Tanze verbote het, würklech ds Tanzbei gschwunge worde. 

O für Tier isch es äbene Platz gäbig für sech uszruehje: Ufem «Schafbode», amene Feusband ir Gmein Schangnou, sy äue aube d Schaf abgläge u hei gmale oder chly gschlafe. O «Söibode» gits. Z Oberdiessbach, chly weschtlech vom Dorf, grad ungerem Marguwaud, heisst e Bitz Land eso. Es isch müglech, dass dert früecher würklech Söi sy yzuunet gsy; villech o, für se schpeter im Waud la z grase. Das het me nämlech früecher viu gmacht. Müglech isch aber o, dass «Söibode» ender abwärtend gmeint isch. Villech wüu dr Bode dert früecher ender nass isch gsy. 

Z letscht chumeni no zunere spezieue Schrybwys vom Wort «Bode»: «Bodnig» heisst e Wyler ufere äbene Steu nördlech, oberhaub vo Schüpfheim. «Bodnig» isch e Zämesetzig vo «Bode» u «Egg». Imene Dokumänt vo 1606 isch dä Ort no aus «Bodm-
egg» erwähnt.

06.12.2018 ::
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