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Saarböim gits bi Flüss – u im Ämmitau

Chürzlech bini bim Heimet Saarboum gsy u ha natürlech sofort umegluegt, öb näb däm Burehuus o würklech e settige Boum stöng. Dr Seniorbuur het mer de dr Boum zeigt. Ersch vor nes paar Jahr heige si dr aut Saarboum müesse umlaa, wüu Escht hei wöue uf ds Huus gheie. Chly wyter obe het de die Burefamilie e nöie gsetzt. 

«Saarbaum» u näbedranne «Saarbaum-Neuhaus» fingt me anere Sunnsyte, südweschtlech vo Schwande. Dr Ahöchi oberhaub vo dene Heimet seit me «Saarbaumegg». Aber angersch aus Schwande, ghöre die Heimet nid zur Gmein Rüederswiu,
sondern zu Lützuflüh, wo dert no e Enklave het. 

Item. Sicher isch, dass o dr Saarboum, wo vor nes paar Jahr het müesse umglaa wärde, nid dr Ursprung für dä Ortsname isch. Böim chöi zwar aut wärde. I däiche aber nid, dass dä scho um ds Jahr 1400 isch gstange – aber äue e angere Saarboum oder grad es paar. Uf au Fäu stamme die erschte schriftleche Queue us dere Zyt. O i de Amtsrächnige vo 1450 isch «Sarboem» erwähnt. Ganz genau, um wele Ort, dass es geit, steit imene Dokumänt vo 1577: «zu Sarboum by Niderried». Dr Saarboum, ir Fachsprach redt me vonere Schwarzpapple, het zimli höchi Asprüch a Läbensruum, bruchi viu Liecht, Wärmi u Nährstoffe. Hüfig fingt me d Schwarzpapple bi Gwässer – vo dert het dä Boum o si Name. Ds Wort «Sar» meint «Flussgschieb» oder «Seeschlamm». Ds schwyzerdütsche Wort «Sar» stammt vom mittuhochdütsche «serge» ab u meint «zuedeckt» oder «starch beleit». Das aute latinische Wort «sargineum» meint «es grobs Tuech». 

Wene Fluss Hochwasser füehrt u über ds Ufer geit, de wird ds Land drumum «übersart». Dr Schlamm u d Steine blibe ufem Land lige, wiene schwäri Dechi – dumm isch nume, dass me das Materiau nächhär nid so eifach cha zämelege wiene Dechi. 

 

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch



31.07.2019 :: Bruno Zürcher
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