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Stefan Portmann ist Grasski-Weltmeister
Stefan Portmann ist Grasski-Weltmeister Grasski:

Mit zwei hervorragenden Läufen im Riesenslalom erreichte der Lokalmatador Stefan Portmann sein sportliches Ziel: einen Weltmeister-Titel. Als Zugabe gabs noch Silber im Slalom


 

Letzten Mittwoch gingen die Wettkämpfe mit der Super-Kombination auf dem sehr anspruchsvollen Hang Lochsiten auf der Marbachegg los. Im Super-G setzte sich der 39-jährige Italiener Edoardo Frau durch vor dem Österreicher Sascha Posch (+ 0,12 Sek.) und dessen Landsmann Hannes Angerer (+ 0,34 Sek.). Mit Mirco Hüppi als Vierter, Stefan Portmann als Fünfter und Domenic Senn als Siebter erreichten die Schweizer ein ausgezeichnetes Teamresultat. 

Der WM-Titel in der Superkombination der Damen ging an die 21-jährige Japanerin Chisaki Maeda vor der bisherigen Saisondominatorin aus Österreich, Jacqueline Gerlach, und der zweiten Japanerin, Marino Maeda. Schweizerinnen waren keine am Start.  

 

Portmann dominiert den Riesenslalom

Der Riesenslalom vom Donnerstag war das Hauptziel des Einheimischen Stefan Portmann, der sich in der Form seines Lebens präsentierte. Der Torlauf war schnell und anspruchsvoll ausgesteckt. Portmann stieg mit einem fulminanten Start ins Rennen ein, griff voll an, fuhr einen technisch einwandfreien Lauf und setzte eine Bestzeit, die kein anderer Fahrer mehr erreichen sollte. Das Klassement zeigte nach dem ersten Lauf eine klare Führung von Portmann, 0,53 Sekunden vor dem Tschechen Martin Bartak und dem Italiener Edoardo Frau. 

Unter den Augen des zahlreich erschienenen, begeisterten Publikums zeigte Stefan Portmann auch im zweiten Lauf sein grossartiges Können, fuhr erneut Bestzeit und gewann mit einem Vorsprung von 1,13 Sekunden seine erste Medaille an Weltmeisterschaften der Herren und zugleich den WM-Titel im Riesenslalom 2019. 

Die Silbermedaille ging an Martin Bartak (CZE) und die bronzene Auszeichnung an Edoardo Frau (ITA). Mit Mirco Hüppi auf Platz fünf, Domenic Senn auf Rang sechs, Martin Schacher auf Platz 14 und Vito Schaniel auf Rang 15 zeigte das ganze Schweizer Herrenteam beachtliche Leistungen. 

Das Rennen der Damen wurde erneut vom japanischen Team dominiert. Die Superkombinations-Weltmeisterin Chisaki Maeda gewann auch hier vor Jacqueline Gerlach (AUT) und ihrer Landsfrau Yukiyo Shintani. 

 

Starkes Schweizer Team im Slalom

Am Samstag ging das Rennprogramm weiter: Bei herrlichem Wetter, einer schnell zu fahrenden Strecke, ausgezeichneten Gesamtbedingungen und vor viel Publikum folgte der Slalom in zwei Läufen. Nach dem ersten Lauf lagen die Schweizer Mirko Hüppi und Stefan Portmann in Lauerstellung auf den Rängen drei und vier, nur knapp hinter der Spitze, welche von Hannes Angerer aus Österreich angeführt wurde. Bereits dieser erste Lauf hatte einige Ausfälle gefordert, stürzten doch fünf Fahrer und weitere sechs wurden wegen Torfehlern disqualifiziert. Dies passierte auch dem Einheimischen Martin Schacher. 

Auch der zweite Lauf gestaltete sich schwierig. Die Schweizer Portmann und Hüppi zeigten Superläufe. Lorenzo Gritti (Italien) und der führende Hannes Angerer fielen mit ihrer angriffigen Fahrt auf, wollten aber wohl zu viel und schieden aus. Somit gewann Mirko Hüppi vom Grasski-Klub Linth und wurde Weltmeister im Slalom vor Stefan Portmann, der mit Silber seine zweite WM-Medaille gewann. Dritter wurde der Italiener Pietro Guerini.

Bei den Damen gewann wiederum die alles dominierende Japanerin Chisaki Maeda den Slalom, 

 

Favorit gewinnt Super-G

Das Abschlussrennen, der Super-G vom Sonntag, bot Hochspannung. Der in den letzten Jahren erfolgreichste Grasskifahrer der Welt, Eduardo Frau aus Italien, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Er gewann die Goldmedaille mit 0,36 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Mirko Hüppi sowie den Österreicher Hannes Angerer. Nur zwölf Hundertstel dahinter kam Stefan Portmann auch in diesem Rennen zu einem Spitzenresultat und er fuhr auf den vierten Platz. 

Mit klarem Abstand auf die Konkurrentinnen setzte sich auch im Super-G die Japanierin Chisaki Maeda durch und gewann somit alle vier Goldmedaillen. 

 

Kurzfilm zur Grasski-WM im WZ-TV

«Es lief so, wie wir es uns vorstellten»

Grasski: Die Rennen auf der Marbachegg wurden bei schönstem Wetter und vor zahlreich erschienenen Besuchern ausgetragen. «Die ersten zwei Tage waren wir schon etwas nervös, und jeder musste sich zurechtfinden», erklärte die OK-Vize-Präsidentin Madleine Portmann. Ab dem Zeitpunkt, als Stefan Portmann dann aber am Donnerstag die Goldmedaille im Riesenslalom herausgefahren habe, habe die Spannung nachgelassen und das OK wie auch die Helfer hätten den Anlass geniessen können. «Alle sind sehr zufrieden mit dem Fest, sogar die FIS hat uns für die hervorragende Organisation gelobt», erzählt Portmann stolz, die am Eröffnungstag den Swiss-Ski-Präsidenten Urs Lehmann betreut hatte. 

 

Siegerehrung nach Drehbuch

Seitens der Athleten und Betreuer habe sie nur positives Feedbacks erhalten. Die meisten Fahrer waren schon mal bei einem Weltcup-Rennen auf der Marbachegg, sagten aber, es sei mit der Weltmeisterschaft schon etwas anders, spiegelt Madleine Portmann die Rückmeldungen: «Die Ambiance ist einmalig. Einerseits liegt das sicher an der Infrastruktur, die jetzt für die WM grösser ist, andererseits verleiht das FIS-Reglement dem Anlass einen festlicheren Touch. Die Ehrungszeremonie beispielweise musste genau nach Drehbuch durchgeführt werden.» Das Medienecho sei sehr gross gewesen, sagt die OK-Vize-Präsidentin. «Wir freuen uns darüber, dass die Region wie auch die Sportart so zu mehr Aufmerksamkeit kam», bestätigt auch Gemeindepräsident Fritz Lötscher. 

Somit ziehen die Organisatoren ein durchaus positives Fazit. Nach dem Aufräumen und den Weltmeister-Freuden sehnen sich nun die Drahtzieher aber doch nach ein paar Tagen Ruhe fernab von Skiern und Pisten.


opk.

22.08.2019 :: Fritz Lötscher
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