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Wicki und Aeschbacher greifen nach der Krone
Wicki und Aeschbacher greifen nach der Krone Schwingen:

Nun dauert es nicht mehr lange: Am Samstagmorgen beginnt das Eidgenössische mit dem Einmarsch der Schwinger. Auch die Emmentaler und Entlebucher machen sich Hoffnungen.

Am kommenden Wochenende messen sich die stärksten Schwinger beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. Während des zweitägigen Wettkampfs wird der neue Schwingerkönig gekürt. Nach der langjährigen Vormachtstellung der Mutzen wurde vielerorts bereits das Ende dieser Epoche vorausgesagt. Unter den aussichtsreichsten Titelanwärtern befanden sich bis vor kurzem  nur die Ostschweizer Armon Orlik und Samuel Gyger sowie die Innerschweizer Pirmin Reichmuth und Joel Wicki. Mit dem grandiosen Sieg von Matthias Aeschbacher, der Rückkehr von Christian Stucki sowie der Wiederauferstehung von Schwingerkönig Matthias Glarner anlässlich des Bernisch-Kantonalen hat sich die Lage geändert. Die Ausgangslage ist somit offen wie lange nicht mehr. 

 

Aeschbacher, der Hoffnungsträger

Die grössten Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Christian Stucki. Dies, obschon der Seeländer Hühne sich zu Beginn der Saison verletzte und seither einzig am Bernisch-Kantonalen bei einem Kranzfest im Einsatz stand. Der Königstitel ist das einzige, welches Stucki in seinem Palmares noch fehlt. Neben Stucki besitzen weitere Berner das Potenzial zum grossen Wurf oder einem Überraschungscoup.

Bernhard Kämpf trumpfte zu Beginn der Saison gross auf. An den Bergfesten konnte der Sigriswiler jedoch nicht immer restlos überzeugen und verpasste auf dem Weissenstein gar den Kranz. 

Dasselbe Schicksal widerfuhr dem Emmentaler Matthias Aeschbacher. Daneben zeigte der Emmentaler gegen die ausserkantonale Konkurrenz mehrere Glanztaten. Den Bergklassiker am Schwarzsee, sowie das Südwestschweizerische gestaltete der 28-jährige siegreich. Bei der Schlappe auf dem Brünig war Aeschbacher der einzige Berner, welcher mit den Innerschweizern mithalten konnte. Definitiv in den Kreis der Königsanwärter stiess «Aeschbi» nun dank seines grandiosen Sieges am Bernisch-Kantonalen.

 

Weitere Trümpfe

Kilian Wenger und Remo Käser sind weitere Trümpfe, konnten jedoch in dieser Saison noch nie restlos überzeugen. Für die grosse Überraschung könnte der 21-jährige Michael Wiget sorgen. Kilian Wenger, Nick Alpiger, Thomas Sempach, Matthias Aeschbacher oder  Roger Rychen sind nur einige grosse Namen, welche der aufstrebenden Mittelländer in diesem Jahr bereits bodigte. Die Hoffnung auf den ganz grossen Wurf wäre zu vermessen. Ein überraschender Triumpf gegen einen der meistgenannten Titelanwärter könnte Wiget aber durchaus gelingen.

Neben dem bereits erwähnten Königsanwärter Matthias Aeschbacher, besitzen unter den 14 selektionierten Emmentalern mit Thomas Sempach, Patrick Schenk und Christian Gerber drei weitere Schwinger das Potenzial zum Kranzgewinn. Für Gerber wäre es eine Premiere. Schenk besitzt bereits den Status eines Eidgenossen. Nach wie vor steht ein grosses Fragezeichen hinter dem Gesundheitszustand von Thomas Sempach. Bei Redaktionsschluss konnte der dreifache Eidgenosse noch keine Tendenz abgeben. Das Schwingtraining in dieser Woche soll definitiv über eine allfällige Teilnahme Aufschluss geben. Ein Verzicht vom Routinier Sempach wäre definitiv ein herber Verlust für das Berner Team.

 

Sumiswald mit grosser Delegation

Sicher ist der Einsatz von mehreren Schwingern des Schwingklubs Sumiswald. Insgesamt acht Athleten haben die Selektionskriterien für das Eidgenössische Schwingfest erfüllt. Die Gebrüder Konrad, Gustav und Valentin Steffen, Philipp Gehrig sowie Roman Sommer sind als sehr standhafte Schwinger bekannt und haben das Potenzial, den einen oder anderen Spitzenschwinger für ihren hochdotierten Klubkameraden Matthias Aeschbacher zurückzubinden. Ergänzt wird diese grosse Delegation durch den Eidgenossen Patrick Schenk sowie Simon Röthlisberger, welcher als Ersatzschwinger nominiert wurde. 

Michael Moser vertritt neben Thomas Sempach die Farben für den Schwingklub Oberdiessbach. Neben Dominik Gasser sowie Fritz und Thomas Ramseier komplettiert Christian Gerber das Quartett des Schwingklubs Siehen. Mit  Stefan Gäumann steht auch ein Schwinger des Schwingklubs Zäziwil im Aufgebot. Von den Schwingklubs Langnau und Trub konnte sich leider kein Athlet qualifizieren. Jedenfalls nicht für die Berner. Der gebürtige Truber Christian Blaser, welcher in diesem Jahr aus beruflichen Gründen für den Schwingklub Zürich auf Kranzjagd geht, steht im Aufgebot der Nordostschweizer. Dies dank des Gewinns zweier Auszeichnungen, darunter dem Kranz am Nordostschweizerischen Teilverbandsfest.

 

Wicki, die Innerschweizer-Hoffnung

Aus dem Entlebuch haben sich mit Simon Schmid und Ronny Schöpfer zwei weitere Schwinger für den Grossanlass qualifiziert. Bruno Fink wurde als Ersatz nominiert. 

Und da ist natürlich noch Joel Wicki, der grosse Favorit. Der Sörenberger verpasste das letzte Eidgenössische verletzungsbedingt. Vor sechs Jahren konnte der damals erst 16-jährige und somit jüngste Teilnehmer bereits erste Erfahrungen sammeln. Nun ist Wicki definitiv in den Kreis der meistgenannten Titelanwärter aufgestiegen und zählt dabei zu den grössten Hoffnungsträgern der Innerschweizer. Ob es zum ganz grossen Coup reicht, wird sich zeigen.

 

 

22.08.2019 :: René Willener
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