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Leserbrief zur letzte Woche erschienen «Auszeit» von Susanne Kühni mit dem Titel «Leben und lieben lassen»: Ob die heutige Gesellschaft und damit jeder Einzelne die Homosexualität positiv oder negativ beurteilen sollen, ist wohl eine Sache, über die sich trefflich streiten lässt. Im 21. Jahrhundert sieht eben vieles anders aus als in früheren Zeiten. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde sie gebrandmarkt. Das ist die eine Seite. Die andere ist die Frage, welche Aussagen wir darüber in der Bibel finden. In der Rubrik «Auszeit» legt eine freischaffende reformierte Theologin dem interessierten Leser dar, dass die Ablehnung, die der gelebten Homosexualität vorwiegend aus evangelikalen Kreisen entsteht, der Bibel in keiner Weise entspreche. Diese Ansicht stütze sich lediglich auf Verse aus dem Alten Testament. Die Verfasserin führt dazu ziemlich absurde Beispiele an, wie etwa «Mordpläne gegenüber der Nachbarin zu schmieden, weil diese den Sabbat nicht heilige». Ob diese verdrehte Darstellung der biblischen Wahrheit willentlich geschieht oder nicht, bleibe dahingestellt. Jedenfalls tritt deutlich zutage, dass die Theologin die Aussagen zum Thema von Jesus und von Paulus im Neuen Testament völlig beiseite schiebt. Oder kennt sie deren deutliche Worte gar nicht? Das wäre erstaunlich, wenn man doch über ein jahrelanges Studium der Theologie verfügt.

Hans Peter Plüss, Konolfingen

 

Die Stiftung Lebensart Bärau, eine soziale Institution mit über 550 Mitarbeitern, kündigt zehn Angestellten im Alter zwischen zirka 30 bis 63 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen im Bereich geschützte Arbeitsplätze. Eine Lösung durch natürliche Abgänge wurde offenbar nicht in Erwägung gezogen. Dafür werden dann einen Monat später Inserate geschaltet, um neue Mitarbeiter für die sogenannte Markthalle zu suchen. Gemäss Inserat bietet die Stiftung
Lebensart Hand, Herz und
Lebensraum für beeinträchtigte Menschen und Menschen im Alter mit unterschiedlichem Pflegebedarf an. Für die entlassenen, langjährigen Mitarbeiter scheint die Stiftung weder eine Hand zu bieten noch ein Herz zu haben.



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Andreas Michel, Langnau
Stellungnahme der Stiftung ­Lebensart, Bärau

Die Stiftung Lebensart hat zum Zweck, umfassende Dienstleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und für betagte Menschen zu bieten. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die vom Bund 2014 unterzeichnete und in Kraft gesetzte UN-Behindertenrechtskonvention und das Berner Behindertenkonzept umzusetzen. Um den darin enthaltenen Anforderungen gerecht zu werden, organisieren wir die Bereiche Arbeiten und Wohnen um. Im Bereich Arbeiten werden die Betriebe «Werk- und Produktionsateliers» und «Konstruktion & Mechanik» zusammengelegt. Das hat eine Stellenreduktion zur Folge. Die betroffenen Mitarbeitenden werden von der Stiftung Lebensart begleitet und erhalten bei Bedarf auch externe Unterstützung. Wir möchten betonen, dass die
Klienten-Arbeitsplätze von der Stellenreduktion nicht betroffen sind. 

 

Markus Hobi, Geschäftsführer Stiftung Lebensart, Bärau



Zum Artikel «Alt und kleidsam» in der «Wochen-Zeitung» vom 10. Oktober.

Rund zehn Kilogramm Kleider werden pro Jahr in der Schweiz weggeschmissen. Die Christliche Ostmission sorgt mit einem Projekt dafür, dass manche Kleider nach Osteuropa gelangen. Dank ehrenamtlichen Mitarbeitenden verlässt zirka alle drei Wochen ein Lastwagen mit Kleidern die Schweiz. Ich bin begeistert von diesem Projekt. Meiner Meinung nach sind zehn Kilo Kleider pro Jahr, welche wir wegschmeissen, viel, und dank dieses Projekts werden sechs Kilo weiterverarbeitet und durch die Organisation gelangen die Kleider an hilfsbedürftige Menschen in Osteuropa. Ich finde es gut, dass sich die Leute der Organisation selbst ein Bild der Situation vor Ort machen. Dadurch zeigt sich, wie dringend die Lage ist und wie wichtig es ist, dass Kleider an Sammelstellen abgegeben werden. Ohne die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeitenden gäbe es dieses wichtige Projekt nicht. So nehmt euch das Motto «wiederverwerten» zu Herzen und gebt eure alten Kleider an einer Sammelstelle ab.



Sandra Hiltbrunner, Zollbrück
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In der Schweiz liegt der Kleiderverbrauch pro Person bei rund zehn Kilogramm. Davon können sechs Kilogramm wiederverwertet werden. Ich bin der Meinung, dass das Recycling von Kleidung eine sehr gute Idee ist. Wir Schweizer wollen immer im Trend sein und kaufen uns Woche für Woche neue Kleidung, obwohl wir dies in der Menge gar nicht brauchen. Durch die Herstellung von immer neuer Kleidung werden Unmengen an schädlichen Stoffen ausgeschieden, was für die Umwelt sehr schädlich ist.

Aber nicht nur das! Ich befürworte das Projekt von Brigitte von Allmen auch, weil Menschen, die in Moldawien, in der Ukraine oder Weissrussland leben, geholfen werden kann. Die Kleidung, welche wir nicht mehr brauchen, wird in die verschiedenen Ländern transportiert und Menschen, die von Armut betroffen sind, können sich bei den lokalen Sozialämtern melden.


Tamara Wermuth, Langnau
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