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Wenn zehn Sekunden nicht gleich zehn Sekunden sind

Endlich wieder zurück auf das Podest, so lautet aktuell die Devise von Thomas Lüthi. Denn solange der Emmentaler nicht wie zuletzt Mitte Juni in Barcelona (Rang 2) die Top-Drei erreicht – oder seit nunmehr acht Rennen in Serie (!) –, kann der Titel in der Moto2-Klasse der Motorrad-WM kein Ziel sein. Am Sonntag beim Thailand-Grand-Prix fehlten ihm auf Rang sieben rund zehn Sekunden auf den drittplatzierten Iker Lecuona (Sp) und sogar über zwölf auf Sieger Luca Marini (It). Aber vor allem auch über 9,5 Sekunden auf WM-Leader Alex Marquez (Sp), der in Buriram Fünfter wurde. Allerdings handelte sich Lüthi diesen Rückstand nur teilweise selbst ein. Nach einem guten Start schoss er von Position acht auf vier vor, ehe er sich in der dritten Runde verschaltete und quasi unter die Räder der Verfolger kam: «Mitten im Pulk gab es viele Berührungen, dabei habe ich Plätze verloren», erklärte Lüthi den Fehler, welchen er auf seine Kappe nahm. Sehr viel Zeit verlor er aber auch, weil er in der 8. von 24 Runden von Verfolger Lorenzo Baldassarri abgedrängt wurde: «Als er an mir vorbei wollte, ist er aggressiv nach links gezogen und hat mich dabei auf die Kerbs («Randsteine» am Rand der Rennstrecke – Anm. der Red.) gedrückt. Dort konnte ich nicht bremsen, weshalb ich einen Bogen fahren musste. Das hat mich drei Sekunden gekostet.» Lüthi fiel bis auf Rang 14 zurück. Der Ex-Weltmeister aus Linden ist überzeugt, dass er am Sonntag um einen Podestplatz hätte kämpfen können: «Aber wir, das Team und ich, haben über das Wochenende sehr gut gearbeitet und wir konnten sehen, dass der Speed da ist. Das ist wirklich positiv und das müssen wir jetzt mitnehmen. Es ist anders als in Aragon.» Oder besser als vergleichsweise das Resultat des vorletzten WM-Laufs. Im spanischen Cadiz war Lüthi Sechster mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf die Spitze. 



10.10.2019 :: Werner J. Haller
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