Niederhünigen: Der Gemeinderat will die Voraussetzungen für eine mögliche Verwaltung durch die Gemeinde Konolfingen schaffen. Politisch bleibt die Gemeinde weiterhin selbstständig.
Wie der Gemeinderat Niederhünigen mitteilt, will er mit einer Teilrevision des Organisationsreglements die Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Konolfingen schaffen. Der Fachkräftemangel und die gestiegenen Anforderungen an die Verwaltung stellten die bisherigen Strukturen in Frage, schreibt der Gemeinderat Niederhünigen in der Mitteilung. Die Gemeindeversammlung wird am 1. Dezember über die Teilrevision abstimmen. Das Ziel lautet, dass die Verwaltung enger mit jener aus Konolfingen kooperieren könne. Konkret möchte der Gemeinderat die Verwaltung im Mandatsverhältnis der Nachbargemeinde übertragen. «Für kleinere Gemeinden wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden und die komplexer werdenden Aufgaben zu bewältigen», erklärt Gemeindepräsident Anton Schmutz in der Mitteilung. Mit der Zusammenarbeit wolle man langfristig eine professionelle und stabile Verwaltung sicherstellen. Erste Sondierungsgespräche hätten stattgefunden und der Gemeinderat von Konolfingen zeige sich offen für eine engere Zusammenarbeit in der Verwaltungsführung, schreibt der Gemeinderat Niederhünigen. Als Zentrumsgemeinde erbringe Konolfingen bereits seit Jahren Leistungen, die nur noch im Verbund bewältigt werden könnten. Sofern die Gemeindeversammlung vom 1. Dezember die Teilrevision des Organisationsreglements genehmigt, wird der Gemeinderat die Rahmenbedingungen für das Mandatsmodell zusammen mit den zuständigen Behörden von Konolfingen ausarbeiten. Politisch bleibt die Gemeinde Nieder-hünigen weiterhin selbstständig.