Jamiro Reber spielte vor einem Jahr bereits seine zweite U20-WM. / Bild: Swiss Ice Hockey Federation
Eishockey: Viele aktuelle und ehemalige Junioren der SCL Tigers konnten im U20-Nationalteam überzeugen. Jamiro Reber war mit vier Toren der beste Schweizer Skorer des Turniers.
Jamiro Reber bestritt in Schwedens höchster Profiliga schon 67 Qualifikations- und Playoutpartien. Der 19-jährige Stürmer erkämpfte sich bei HV71 Jönköping in der letzten Saison einen Stammplatz und hat diesen in der laufenden Meisterschaft erfolgreich verteidigt. An der U20-WM von Ende Jahr in Minnesota (USA) gehört Reber zu den Führungsspielern der Schweizer Mannschaft.
Diese Rolle hat er an der WM-Generalprobe auf überzeugende Art und Weise gespielt. Beim U20-Fünf-Nationenturnier in Piestany (SVK) war er mit vier Toren in vier Spielen, einem Hattrick zum 6:3-Sieg gegen Finnland und dem Game-Winner gegen die Slowakei (6:2) der Topskorer der Schweizer und der zweitbeste Goalgetter des Turniers.
Reber führte einen Block an mit den zwei aktuellen SCL Tigers-Spielern Nik Lehmann (ein Assist) und Mike Aeschlimann (drei Assists) sowie dem früheren Langnauer Joel Grossniklaus (jetzt bei Malmö?/?SWE; ein Assist). Ein zukünftiger SCL Tigers-Verteidiger, der 19-jährige Gian Meier (aktuell bei Frölunda Göteborg), war mit sechs Assists in vier Spielen sogar der beste Vorbereiter des ganzen Turniers. Dieses beendete das Team von Headcoach Jan Cadieux nach zwei Niederlagen zu Turnierbeginn gegen Schweden (1:6) und Tschechien (1:5) auf dem dritten Platz. «Es war eines der besseren Turniere der letzten Zeit», fand Jamiro Reber, von dem erwartet wird, dass er bei seiner fünften und letzten Junioren-WM wie in Piestany erneut eine Leaderrolle übernimmt.
Tendenz Rückkehr in die Schweiz
Jamiro Reber verzeichnete mit HV71 in der obersten schwedischen Liga ein erstes Meisterschaftsdrittel, das nicht ganz nach seinen Vorstellungen verlief. Schon im dritten Spiel erlitt er eine Fingerverletzung, die den gewohnten Trainings- und Spielbetrieb für mehrere Tage verunmöglichte. Und auch dem Team mit vielen neuen Spielern lief es zum Auftakt mit sechs Niederlagen überhaupt nicht. Aber gerade vor der Länderspielpause zeigte die Formkurve von HV71 mit zwei Siegen in drei Spielen eine leicht aufsteigende Tendenz. Das Team aus Jönköping liegt auf dem 13. und vorletzten Platz, aber die Differenz zum Ranglistenneunten beträgt nur noch vier Punkte. «Unser Ziel ist es, die vor dem Unterbruch gezeigten Leistungen zu bestätigen», sagt Jamiro Reber. «Wir wollen endlich vom Tabellenende wegkommen. Aber das ist in dieser sehr, sehr ausgeglichenen Liga leichter gesagt als getan.» Der Langnauer hofft zudem, dass er den bei der U20-WM-Hauptprobe in Piestany geholten Schwung auch bei HV71 aufrechterhalten kann.
Im Gegensatz zu Andro Kaderli, der zwei weitere Jahre bei Leksands bleibt, hat Reber seine Zukunft noch nicht geregelt. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus und Angebote von Schweizer Klubs für das 19-jährige Stürmertalent genügend vorhanden. Die Tendenz ist aktuell, dass Jamiro Reber nach drei für die Entwicklung äusserst wertvollen Saisons in Schweden in die Schweiz und damit in eine der attraktivsten Ligen Europas zurückkehrt.