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Die Unterschrift Gottes

Wie sieht Ihre Unterschrift aus? Schwungvoll verziert, kräftig unterstrichen oder eher bescheiden und gewöhnlich, dafür aber gut lesbar? Entscheidender als die äussere Erscheinung ist die Frage, wo Sie diese hinsetzen. Falls Sie ein Prüfungsexperte sind, entscheidet Ihre Unterschrift über «bestanden» oder «nicht bestanden». Sollten Sie das Amt eines Staatschefs bekleiden, können Sie Ihren Namen unter einen Friedensvertrag oder eine Kriegserklärung setzen. Auch wenn im Normalfall nicht gerade die Zukunft der Menschheit von Ihrer Unterschrift abhängt, so ist es doch in Ihrer kleineren Welt von Bedeutung, ob Sie mit Ihrem Namen einen Vertrag unterschreiben, die Ehe eingehen oder ein Haus kaufen. Wenn bereits menschliche Unterschriften schicksalsbestimmend sein können, wie unendlich mehr Gewicht müsste die Unterschrift Gottes haben. Hat Gott überhaupt eine Unterschrift und wenn ja, wo würde er sie hinsetzen? Tatsächlich beschreibt Johannes im biblischen Buch der Offenbarung (Kapitel 22, Vers 4) Menschen, die im himmlischen Jerusalem vor Gott stehen. Ich zitiere Johannes: «Sie werden ihn (Gott) sehen und sein Name wird auf ihrer Stirn stehen.» Diese Unterschrift nicht auf einem Dokument, sondern auf der Stirn bedeutet: «Du gehörst mir. Du bist mein Eigentum, von mir handsigniert, ein Unikat und deshalb unendlich wertvoll.» Jesus drückt es mit den Worten aus: «Vater, ich will, dass da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen…» (Johannes 17.24). Schon heute darf ich dem lebendigen Gott meine Stirn ‚zur Unterschrift hinhalten: «Setze Deinen (unsichtbaren) Namen auf meine Stirn, ich will Dir allein gehören, heute, morgen und in Ewigkeit.»



22.06.2017 :: Herbert Held, ref. Pfarrer in Röthenbach
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