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Glücklich ist, wer zufrieden ist...

...noch glücklicher ist man, wenn man mit weniger zufrieden ist.

Warum muss alles immer das Beste, das Teuerste oder das Nobelste sein?

Nein, muss es nicht. 

Die Erwartungen an sich selber sind meistens viel grösser als das, was die anderen von einem erwarten würden. Das durfte ich schon einige Male an verschiedensten Veranstaltungen bemerken. Die Leute freuten sich enorm darüber, dass ich noch etwas Zeit einplanen konnte, um einfach noch etwas mit den Damen und Herren vor Ort über Gott und die Welt zu diskutieren. Jeden Menschen so nehmen wie er ist, das können nicht alle. 

Ich selber freue mich immer über jeden Gesprächspartner. Klar gibt es auch Leute, mit denen eine Konversation schwierig wird. Aber meistens finden wir ein gemeinsames Thema, das für beide interessant ist, um darüber zu sprechen oder zu philosophieren. Die Erwartungen jedes Menschen sind anders. Dem einen ist nichts gut genug und der andere ist nie zufrieden mit dem, was er kriegt. Es ist egal, ob es in der Familie, in der Politik, in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft oder in der Kirche ist. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Es ist nicht immer alles planbar. Das habe ich beim Besuch der Schweizergardisten-Vereidigung bemerkt. Als ich mich definitiv für die Romreise anmeldete, war keine Audienz bei Papst Franziskus vorgesehen. Dennoch fand ich, dass es lohnenswert ist, den Petersplatz, den Dom und die Schweizergarde zu besuchen. Vor allem hat die Luzerner Delegation den zu vereidigenden Gardisten eine grosse Wertschätzung überbracht, weil wir an ihrem feierlichen Moment teilnahmen. Auch den Besuch auf der Sommerresidenz in Gandolfo mit den megaschönen Gärten werde ich nie vergessen.

Da ich meine Erwartungen an Rom nicht allzu hoch steckte, konnte ich mich über alles freuen, weil ich es nicht so erwartet hatte. Und meine Freude war dann entsprechend mega gross, als überraschend Papst Franziskus Zeit fand, die Delegation von Luzern persönlich zu begrüssen. Ein absolutes «Highlight» in meinem Präsidialjahr. Ich konnte danach kaum noch sprechen, so hoch sind meine Emotionen geflogen. Sehr eindrücklich, gerade weil ich gar nie mit dem rechnete und schon mit weniger zufrieden gewesen wäre. Es war ein grandioses, berührendes Wochenende in Rom! Danke, wenn auch mal keine geplanten
Träume in Erfüllung gehen. 


24.05.2018 :: Vroni Thalmann, Flühli
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