SCL Tigers sprechen Stadionverbote aus

Langnau: Nach den Vorfällen bei den beiden Spielen gegen den SC Bern haben die SCL Tigers acht Personen mit Stadionverboten und zum Teil zusätzlichen Hausverboten sanktioniert.

Die Leitung der SCL Tigers stützt sich bei ihrem Entscheid auf das Reglement der Liga-Kommission für Ordnung und Sicherheit sowie auf «aktuelle Ermittlungen der Behörden», wie die SCL Tigers AG schreibt. Da es sich teilweise um Wiederholungstäter handle, hätten die SCL Tigers diesen Personen zusätzlich zu den Stadionverboten mehrjährige Hausverbote (bis 10 Jahre) ausgesprochen. Das bedeutet, dass diese Personen nebst den Spielen der SCL Tigers auch keine anderen Anlässe auf dem Areal des Eisstadions besuchen dürfen.


«Erhielten nur gutes Feedback»

Die acht Personen seien, wie dies im Reglement vorgesehen ist, schriftlich über das Stadionverbot in Kennt-
nis gesetzt worden, bestätigt Dieter Aeschimann, Geschäftsführer der SCL Tigers AG. Reaktionen vonsei-ten der Sanktionierten seien keine eingegangen. «Wir erhielten aber viel positives Feedback von Eishockeyliebhabern, zum Teil von Anhängern anderer Clubs», berichtet Aeschimann. Auch langjährige Langnau-Fans hätten sich für die Massnahmen bedankt. «Manche haben uns auch Erlebnisse geschildert, wie sie von fehlgeleiteten Anhängern der SCL Tigers bedroht worden seien.» Wie stellt der Sicherheitsdienst sicher, dass keine verwiesene Person ins Stadion gelangt? «Hier bietet der neue, zentrale Eingang sicher Vorteile», erklärt der Geschäftsführer. «Zudem ist es so, dass unsere Leute am Eingang die Personen mit Stadionverbot kennen, das sind keine Unbekannten.» Ein Verstoss gegen das Stadionverbot würde als Hausfriedensbruch geahndet, führt er aus.


Strafrechtliche Verfahren

Die Kantonspolizei Bern bestätigt auf Anfrage, dass mehrere bei den Ausschreitungen beteiligte Personen hätten identifiziert werden können. Gegen diese seien strafrechtliche Verfahren eingeleitet worden, ist weiter zu erfahren. Über deren genauen Inhalt erteilt die Kantonspolizei – weil es sich um laufende Verfahren handelt - keine Auskünfte.

27.02.2025 :: Bruno Zürcher (zue)