Headcoach. Alter: 49, Nationalität: CH:
Thierry Paterlini hat mit Kloten noch zwei Rechnungen offen. In seinen ersten Jahren als Profitrainer erreichte er
mit dem Swiss League-Club La Chaux-de-Fonds zweimal die Playoffs, schied aber sowohl 2021 wie auch 2022 gegen Kloten
aus. Die Neuenburger hatte er Schritt um Schritt vorwärtsgebracht von Rang 8 auf Platz 3, von 1,41 Punkten pro Match
auf 2,04.
Eine ähnliche Entwicklung ist ihm gemeinsam mit seinem Coachingteam nun auch im Emmental gelungen. Die
Play-In-Teilnahme ist das Produkt einer kontinuierlichen Aufbauarbeit, in der die vorhandenen Möglichkeiten optimal
genutzt wurden. Seit drei Jahren wird das Team von Pascal Müller (Leiter Sport), Headcoach Thierry Paterlini, den
beiden Assistenten Steve Hirschi und Jukka Varmanen sowie Goalietrainer William Rahm (2023) und Athletikcoach
Thaddäus Schnider (2024) geführt. Die Entwicklung: 2022 / 23 Sicherung des Ligaerhaltes gegen Ajoie. Ein
Jahr danach Rang 11 vor Kloten, Rapperswil und Ajoie. Und nun Platz 8 vor Rapperswil, Ambri, Lugano, Ajoie, Biel
und Servette. Die Fortschritte entsprechen der Entwicklung des internationalen Eishockeys.
Defense first, zuerst die Verteidigung, erst dann die Offensive. Beispiele gefällig? Die Anzahl Gegentore wurde
von 167 (22 / 23) auf 159 (23 / 24) und diese Saison gar auf 126 gesenkt. Das Penaltykilling blieb in den beiden
vorangegangenen Saisons mit 76,7 und 76,1 Prozent praktisch unverändert – doch nun war es mit 87,5 das
stärkste der Liga. Und das Torhüterduo Charlin / Boltshauser verbesserte innerhalb von drei Jahren die
Abwehrquote von 91,5 auf 92,9 Prozent und den Gegentordurchschnitt von 2,98 auf 2,30. Die Langnauer haben in der
zu Ende gegangenen Qualifikation einige Punkte verschenkt. Aber Paterlini und sein Team liessen sich auch durch
sechs Niederlagen hintereinander in der zweiten Januarhälfte nicht aus der Ruhe bringen. Sie glaubten unbeirrt
an ihr Konzept und die Mannschaft und wurden dafür belohnt.