Emmental: Das Spital Emmental wurde als «selbsthilfefreundliche Psychiatrie» ausgezeichnet. Dies, weil es die Selbsthilfe als wichtigen Baustein der psychiatrischen Versorgung fördert.
Die Psychiatrie am Spital Emmen-tal sieht die gemeinschaftliche Selbsthilfe als wertvolle Ergänzung zur Behandlung und Nachsorge von Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen», schreibt das Spital Emmental in einer Mitteilung. Für ihr Engagement in der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen, habe die Abteilung nun die Auszeichnung «selbsthilfefreundliche Psychiatrie» erhalten. Diese Auszeichnung werde von der Stiftung Selbsthilfe Schweiz an Institutionen verliehen, die die gemeinschaftliche Selbsthilfe systematisch fördern und als integralen Bestandteil der Versorgung betrachten.
Selbsthilfe als wertvolle Ergänzung
In enger Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum Burgdorf der Selbsthilfe BE hat die Psychiatrie über mehrere Monate gezielte Massnahmen entwickelt und umgesetzt, um das Bewusstsein für das Thema Selbsthilfe im Betrieb zu stärken. «Selbsthilfe ist eine oft vernachlässigte Ressource in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Der Austausch mit Gleichbetroffenen stellt eine bedeutende Ergänzung zu medizinischen und therapeutischen Angeboten dar», wird Christine Frötscher, Betriebsleiterin am Spital Emmental, in der Mitteilung zitiert. Selbsthilfe ermögliche etwas, das Fachpersonen nicht bieten könnten.
Laufende Weiterentwicklung
«Wir haben lange auf diese Auszeichnung hingearbeitet und freuen uns sehr, dass wir uns nun als ‹selbsthilfefreundliche Psychiatrie› bezeichnen dürfen», so Christine Frötscher. Die Auszeichnung widerspiegle die Haltung der Psychiatrie und bringe zum Ausdruck, wie am Spital Emmental gearbeitet werde. Die Auszeichnung sei aber kein Endpunkt, sondern ein laufender Prozess. Die Mitarbeitenden der Psychiatrie würden weiterhin daran arbeiten, die Selbsthilfe als wichtigen Baustein der Genesung zu stärken und weiterzuentwickeln.