Die Dorfstrasse ist in keinem guten Zustand und soll saniert werden. Es braucht auch eine Lösung für die Fussgänger. / Bild: Bruno Zürcher (zue)
Mirchel: Der Gemeinderat plant, die Dorfstrasse sanieren zu lassen und informierte über das Vorprojekt. Noch unklar ist, ob ein Fussgängerlängsstreifen oder ein Gehweg umgesetzt wird.
Die Dorfstrasse zwischen der Konolfingenstrasse und dem Bäckerstutz soll saniert werden. An einem Informationsanlass stellte der Gemeinderat zwei mögliche Varianten vor. Das Ingenieurbüro Schmalz Ingenieur AG hatte diese für das Vorprojekt erarbeitet. Dessen Vorprüfung durch die verschiedenen kantonalen Fachstellen konnte kürzlich abgeschlossen werden. Der grösste Unterschied der bei-den Varianten liegt darin, dass bei der ersten Variante ein Fussgängerlängsstreifen am Boden markiert würde, während in der zweiten Variante ein Gehweg geplant ist. Dementsprechend sind die errechneten Baukosten in der ersten Variante günstiger. Diese würden bei rund 760'000 Franken liegen. Bei der zweiten Variante rechnet man mit Baukosten von rund 1'117'000 Franken.
Sicherheit hat Priorität
Mittels einer Bewertungstabelle errechnete das Ingenieurbüro einen Variantenvergleich. Auch bei diesem Vergleich erreicht die erste Variante einen besseren Wert. Der zuständige Ingenieur, Paul Schmalz, erklärte den Anwesenden eine Vielzahl von Punkten, welche in die Beurteilung miteinfliessen müssten. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Fussgänger, der Velofahrer sowie der restlichen Verkehrsteilnehmer. Es müsse daran gedacht werden, Ausweichstellen sicherzustellen, um ein sicheres Kreuzen möglich zu machen, so Paul Schmalz. Die heute bestehende Strassenbreite reiche nicht aus. Ebenfalls eine Herausforderung sei die Strassenentwässerung. Eine Absenkung der Dorfstrasse diene daher dazu, die Häuser im Dorf südlich der Strasse im Falle von Hochwasser besser zu schützen. Ein grosses Thema sei auch die Geschwindigkeitsbegrenzung. Heute wird die Dorfstrasse mit Tempo 40 befahren. Nach der Sanierung soll das Ziel sein, bereichsweise eine Tempo-30-Zone einzuführen.
Bevölkerung kann Stellung nehmen
Eine Etappierung der Bauarbeiten wäre möglich. Sollte die ganze Sanierung in einer Bauphase durchgeführt werden, müsste mit einer Bauzeit vom Frühling bis zum Herbst gerechnet werden, sagte Paul Schmalz. Nach Aussage des Gemeindepräsidenten, Andreas Wüthrich, wird der Gemeinderat nach Ablauf der Frist vom 30. April 2025, unter Einbezug der schriftlich eingereichten Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung, eine Auswertung vornehmen. Danach werde der Gemeinderat sich für eine der Varianten entscheiden und das Bauprojekt könne im Detail geplant werden.
Die Baukosten werden von der Gemeinde getragen. Diese Kosten seien bereits im Finanzplan der Gemeinde integriert, sagte der Gemeindepräsident. Innerhalb des Bauprojektes könnten dann Subventionsbeiträge beim Kanton geprüft werden.