In musikalische Rätsel abgetaucht

In musikalische Rätsel abgetaucht
Die Musikschüler gaben mit ihren Instrumenten den Besucherinnen und Besuchern die entscheidenden Hinweise. / Bild: zvg
Zollbrück/Trubschachen: In den vier «Escape Rooms» der Musikschule Oberemmental benötigten die Besucherinnen und Besucher gute Ohren, Hirnzellen und kriminalistischen Spürsinn.

In einer verwunschenen Musikschule sind seit 200 Jahren alle Instrumente mit einem Fluch belegt. Seiter klingen sie falsch oder gar nicht mehr. Wie gelingt es, diesen Fluch aufzuheben? Die Ausgangslage im musikalischen «Escape-Room», für den das Schulhaus Than in Zollbrück die passende Kulisse bietet, klingt abenteuerlich - und ist gar nicht so einfach. Denn: Drei verschiedene Räume müssen durchquert werden, um des Rätsels Lösung zu finden. Und die Zeit läuft gegen die Teilnehmenden - schneller als einem lieb ist. «Die magische Schule der Instrumente» hiess einer der insgesamt vier «Escape Rooms» rund um das Thema Musik, welche die Musikschule Oberemmental letzten Samstag einmalig durchführte. Die Musikschule bediente sich dabei einem Spielkonzept, das sich seit Jahren vielerorts grosser Beliebtheit erfreut: In den meist thematischen «Escape-Rooms» müssen Teams gemeinsam Rätsel und Aufgaben lösen mit dem Ziel, möglichst schnell aus einem Raum zu entkommen.


Vier Rätsel an drei Schauplätzen

Die Musikschule entwickelte knifflige Rätselwelten mit einfach, aber wirkungsvoll dekorierten Räumen sowie gut versteckten Hinweisen. Lehrpersonen schrieben die Geschichten eigens für diesen Anlass (Alicia Suárez, Cornelia Kindler, Jacqueline Schüpbach und Fabio da Silva). Zwei der «Escape-Rooms» richteten sich an Familien mit kleineren Kindern, zwei waren für fortgeschrittene Knobler gedacht. Nebst dem Schulhaus Than waren die Schreinerei Rothenbühler in Zollbrück sowie das Mauerhoferhaus in Trubschachen Schauplätze. Im Schulhaus Than waren laut Beschrieb 4 von 10 Detektiv-Skills nötig - und dies forderte Ohren, Hirnzellen und Spürsinn schon ganz schön. Welches Instrument ist es, das die Musikschüler im ersten Raum erklingen lassen? Mit welchem Hinweis lässt sich die Schatzkiste öffnen? Im zweiten Raum helfen drei Posaunisten: Die Tonlage verrät, ob der benötigte Hinweis nah ist oder weit entfernt. Doch nach was muss eigentlich gesucht werden? Es werden Schränke geöffnet, wird unter Tische gekrochen und ein Puzzle aus Notenblättern zusammengesetzt. Musikschülerinnen und -schüler lotsten die Gruppen aus vier bis zehn Personen mit Klängen durch die Räume. Wer genau hinhört, kommt voran. Die Lösung wartet schliesslich im dritten und letzten Raum. Mit vorher entdeckten Notenblättern gelingt es, die auf der Bühne versteinerten Musikerinnen und Musiker wieder zum Leben zu erwecken. Ein im Saxophon versteckter Zauberstab und ein Zauberspruch tun ihr Übrigens: Die Musik erklingt – die Instrumente tönen wieder gut. Geschafft, der Fluch ist gelöst!

03.04.2025 :: Regine Gerber (reg)