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Sturheit oder doch lieber Kompromisse

Immer wieder kommt es vor, dass im Leben Kompromisse gemacht werden müssen. Sei es in der Familie selbst, um ein gemeinsames Zusammenleben der Generationen zu erreichen, oder eben in der Politik, um die verschiedensten Interessen auf einen Nenner zu bringen. Nicht immer eine einfache Angelegenheit. Es gibt Situationen, da kein Kompromiss gemacht werden kann oder darf. Etwas wie «Vogel friss oder stirb»!

Da hilft nur ein «entweder oder» weiter. Wer Geschwister hat, sollte sehr schnell lernen, wie man Kompromisse auch für sich nutzen kann. Da wird der Sture seinen Nachteil erleben.

Klar, ich war schon etwas stur in meiner Kindheit. Das sagte damals meine beste Freundin. Wenn ich mal Nein sagte, blieb es ein Nein, egal was mir danach noch angeboten wurde, um meine Meinung zu ändern. Bei der Erziehung von Kindern sind Grenzen gefragt. Diese sind einzuhalten und stur umzusetzen. Insbesondere die Pünktlichkeiten und Abmachungen, die vorgängig abgesprochen wurden. Jeder geht seinen Weg, macht Fehler und lernt aus diesen Fehlern. Ich weiss nicht, ob es an meinem Sternzeichen Widder liegt. Dieser soll fast so stur sein wie jemand, der mit dem Kopf durch die Wand gehen möchte. Um mit Kompromissen zu Lösungen zu kommen, braucht es diverse Meinungen. Das weist unsere Parteienlandschaft in der Schweiz mit all ihren Empfehlungen und Wahlslogans auf.

Keiner rückt gerne von seiner Meinung ab. Jeder möchte möglichst die eigene Gesinnung zum Ausdruck bringen. Auch das Schweizervolk hat gerade am 19. Mai, am Abstimmungssonntag, gezeigt, dass es für die Kompromisse aus dem Parlament in Bundesbern eine breite Akzeptanz gibt, sei es die STAF-Vorlage aus dem Parlament in Bern oder die im Kanton
Luzern sehr komplexe Vorlage der AFR 2018. Beides Vorlagen, über die stundenlang beraten wurde und schlussendlich ein gangbarer Weg mit lauter Kompromissen erarbeitet wurde, die nun zur Abstimmung vorlagen und mit grosser Ja-Mehrheit
angenommen wurden.

Mit einem Kompromiss waren die Schützen nicht einverstanden und konnten mit einem Referendum die Vorlage des Waffengesetzes vors Volk bringen. Auch hier stimmte die Mehrheit mit einem Ja ab. Nur wir Entlebucher und auch viele Emmentaler legten ein Nein ein, wie es die Schützen wollten. Das Entlebuch als einziger Wahlkreis im Kanton Luzern mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 58 Prozent. Sind wir nun sturer als andere Gegenden? Nein, sondern ganz einfach enttäuschter.

23.05.2019 :: Vroni Thalmann, Flühli

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